Buddhismus – die Lehre der Wiedergeburt

Der Buddhismus nahm einst in Indien mit Gautama Buddha aus dem Sakya Geschlecht seinen Anfang. Er gelangte im 8. Jahrhundert zur Zeit der Yarlung-Dynastie nach Tibet und später von dort nach Mustang. Im tibetischen Hochland entstand eine eigene Ausprägung des Buddhismus, welcher der Lama (Guru) eine zentrale Rolle spielt. Diese Form des Mahayana-Buddhismus hat viele Riten und Elemente aus den lokalen religiösen Traditionen integriert.

Im Buddhismus spielt die Vorstellung von Karma, dem Gesetz von Ursache und Wirkung sowie der Glaube an die Wiedergeburt eine zentrale Rolle. Die Lebewesen leiden und befinden sich im Kreislauf der Wiedergeburten. Diejenigen, die sich der Lehre und der Meditation widmen, können sich aus diesem Kreislauf befreien und die Buddhaschaft erreichen – die Erleuchtung. Damit treten sie ins Nirvana ein und sind erlöst. Die besondere Eigenart des im Königreich Mustang gelebten Mahayana-Buddhismus ist das Bodhisattva-Ideal. Der Bodhisattva ist ein Erleuchtungswesen, welches, kurz vor der Erleuchtung stehend, freiwillig auf den letzten, befreienden Schritt verzichtet und in den Kreislauf leidvoller Wiedergeburten zurückkehrt. So kann er seine erlösende Kraft allen anderen Lebewesen zur Verfügung stellen.

Wie überall in den buddhistisch geprägten Teilen des Himalayas wehen Gebetsfahnen im Wind und tragen ihren Segen ins Land.

Himalaya's Children - Und ewig verbreiten die wehenden Gebetsfahnen ihren Segen über das Land Himalaya's Children - Gebetsmühlen Himalaya's Children - Gebetsfahnen über einem Kloster